Eine virtuelle Knautschzone um den Laster

On: 26. September 2016
In: Automotive
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Wenn schwere Lkw in Unfälle verwickelt sind, sind die Folgen oft verheerend. In den meisten Fällen ist menschliches Versagen zumindest mitursächlich. Um die Sicherheit zu erhöhen, standen in den vergangenen Jahrzehnten die Festigkeit der Lkw-Fahrerkabine, Sicherheitsgurt, Airbag oder Seitenaufprallschutz bei einem Unfall mit Zweiradfahrern oder Fußgängern im Vordergrund. Von der passiven Sicherheitstechnik ist künftig aber kaum noch eine signifikante Senkung der Zahl der Todesfälle zu erwarten. Deshalb setzen Hersteller und Zulieferer auf aktive Sicherheitstechnik – eine Art virtuelle Knautschzone um den Lkw herum. Manches ist bereits im Einsatz, anderes in der Entwicklung. Das zeigen auch die Neuheiten der aktuellen IAA Nutzfahrzeuge bis 29. September in Hannover. Nach Einschätzung des Zulieferers Bosch können 90 Prozent aller Lkw-Unfälle mit Assistenzsystemen vermieden werden. Auf 5.900 Crashs bezogen, die schwere Nutzfahrzeuge in Deutschland in einem Jahr verursacht haben, bedeutet das: 3.300 von ihnen hätten laut Bosch-Unfallforschung durch bereits etablierte Systeme wie ESP oder Notbremsassistenten, 2.100 durch künftige Funktionen wie Rangier- oder Abbiegeassistenten verhindert werden können. Nicht ohne Grund schreibt die EU seit November 2015 Notbremsassistenten für alle neu zugelassenen Lkw vor. Auffahrunfälle von Lastern sind nicht nur das Schreckensszenario jedes Autofahrers, sondern mit einem Anteil von rund einem Drittel auch ein Schwerpunkt des Lkw-Unfallgeschehens. Das Statistische Bundesamt weist Abstandsverstöße als größte Fehlerquelle für Lkw-Unfälle aus. []

 

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